13.12.2018

Pigments ist da! Arturia veröffentlicht einen neuen Wavetable-Synthesizer


Arturia Pigments

Arturia hat einen ganz neuen Software-Synthesizer heute vorgeführt, den Pigments. Er basiert auf Wavetables. Überzeugt aber auch durch seine absolut vielseitige Modulationsmatrix, die einfach alles in den verschiedensten Weisen modulieren kann. Und das in Farbe.
Wenn etwas irgendwie „in“ ist, dann Wolfgang Palms Wavetables, man findet sie in sehr vielen aktuellen Softsynths und auch in einer Reihe von Hardware-Synthesizern bis heute. Neben U-He, die ebenfalls Wavetables in Zebra und jetzt neuerdings Hive vorstellen, ist auch Arturia mit einem neuen Synthesizer mit Wavetable-Synthese dabei. Es gibt im Arturia Pigments je 3 LFOs und drei Hüllkurven, die die Wavetables, die beiden Filter und eine der beiden Wavetable-Oszillatoren animieren und modulieren helfen. Es gibt auch noch ein paar mehr Modulationsquellen. Soweit ist der Neuling strukturell durchaus in Konkurrenz mit vielen guten Bekannten Plug-ins zu sehen.

Arturia Pigments – Wavetable-Software-Synthesizer

Das Konzept ist optisch ansehnlich gemacht, denn es zeigt die Modulatoren und Shaper in einer bunten Zeile mit entsprechender Animation mit bunten Wellenformen. Dort findet man auch Function-Generatoren, Sample & Hold, zwei Kammfilter, vier Modulationsmacro-Bereiche und „Binary“, eine Möglichkeit aus Rechteckschwingungen andere Rechteckschwingungen zu machen durch digitale einfache logische Schaltungen.
Das alles ist nicht total neu, denn wir kennen das von PPGs Wave-Serie aus den Siebzigern wie dem Wavecomputer 360 und später Waldorfs Wave-Serie bis hin zu heutigen Synthesizern wie PPG Wavegenerator und Seitenprojekten davon, die darüber hinausgehen. Damals machte man das, weil Speicher für Sampling teuer war und ersann so eine schlaue Methode, die einfach Schwingungen nacheinander durchfuhr. Die beste Editor-Variation ist vom Meister Palm himself, der PPG Wavegenerator gilt als bisherige Vollendung der Wavetable-Synthese mit anständigem Editor, den die meisten gar nicht erst mitliefern. Dazu kommt U-HEs Konstruktionszeichung mit „Stützpunkten“, um Wavetables einfacher einzeichnen zu können als die additive Methode des Originals. Die Analyse von Audiosignalen ist ebenfalls heute normal und Arturia entscheidet sich eher für das Abspielen von Wavetables ohne einen solchen Editor, den man heutzutage eigentlich mitliefern sollte.

Animation

Alle Elemente und Modulatoren des Arturia Pigments zeigen ihren Status an, was sehr anschaulich ist. Der Sound scheint auch kräftig, was man dem Video entnehmen kann. Die Filter stammen natürlich aus den bisherigen Erkenntnissen und sind daher vielseitig und gut einsetzbar. Wenn man es unspektakulär sagen will, so ist Pigments „Arturias Massive„. Es kann viel, zeigt Dinge an und ist eher ein Arbeitspferd, aber nicht retro, sondern einfach Stand der Technik. Wavetables gibt es bei Novation, Percussa und vielen anderen. Es ist aber auch wirklich nicht mehr selten.

Mehr Information

Arturis Pigments bekommt ihr im Moment im Webshop des Herstellers zum Einführungspreis von 149 Euro anstatt 199 Euro.  Das Plug-in läuft auf Mac OSX 10.10 oder höher und Windows 7 oder höher stand-alone und als VST2, VST3, AAX und AU. Eine eingeschränkt lauffähige Demoversion sowie ein englischsprachiges PDF-Benutzerhandbuch bekommt ihr ebenso als Download auf der Internetseite.

Video



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