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05.07.2023

Astrud Gilberto 'The Girl from Ipanema' singer dies at 83

Brazilian samba and bossa nova singer Astrud Gilberto onstage in 1965.

One of the shining voices of bossa nova, the Brazilian artist made both herself and the song world famous with her beguiling rendition, kicking off an illustrious career.

(Image credit: Evening Standard/Getty Images)



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10.03.2023

RIP: David Lindley

David LindleyDavid LindleySein Ton auf der Gitarre war so unverkennbar wie seine flippigen Bühnen-Outfits, der Backenbart und die leicht nasale Gesangsstimme: David Lindley ist tot. Der Musiker starb am 3. März an den Folgen einer längeren Krankheit, deren Ausgangspunkt wohl „Long Covid“ vor drei Jahren war, er wurde 78 Jahre alt. Lindley hatte es in den Fingern wie kein anderer. Egal, ob er eine seiner geliebten, billigen Kay- oder Harmony- Versandhaus-Gitarren oder eine seltene, 100 Jahre alte Weissenborn-Lap-Steel-Gitarre aus Hawaii, die Bouzouki, eine Saz oder seine Mandoline spielte, er klang immer nach Lindley.

Seit seinem Karrierestart mit der psychedelisch ausgerichteten Folk-Rock-Kombo Kaleidoscope in den 1960ern war sein Name immer mit einem anerkennenden Kopfnicken in Musikerkreisen verbunden: Song-Poeten wie Jackson Browne, Slide-Gott Ry Cooder oder Raspelstimme Rod Stewart, sie alle holten sich Lindley gern ins Team, wenn sie mal eine richtig gute Platte machen wollten. Lindley spielte auf Dutzenden Alben, von denen viele Klassiker wurden. Mit seiner Band El Rayo-X trat der Paradiesvogel in den 1980ern selbst ins Rampenlicht und rockte mit großartigen Platten wie „Win This Record“ unter anderem den WDR-„Rockpalast“. Pionierarbeit leistete er später, als er dazu überging, seine Musik im Eigenvertrieb unter die Leute zu bringen.

Lindleys künstlerische Bandbreite schien keine Grenzen zu kennen und reichte vom Reggae mit El Rayo-X, den er gern mit Blues-Elementen vermengte, bis hin zu seinen geschätzten weltmusikalischen Platten zusammen mit Henry Kaiser, der den Verstorbenen in einem Video als den „besten und vielseitigsten Musiker, mit dem ich je gearbeitet habe“, würdigte. Lindleys letzte Solo-Platte „Big Twang“ kam 2007 heraus. Im Jahr davor war er zusammen mit Jackson Browne in Spanien unterwegs, was zur Veröffentlichung der hervorragenden Live-Platte „Love Is Strange“ führte.

Doch alle Anerkennung der Kollegen hat am Ende nicht gereicht, um die Rechnungen zu zahlen: Seit Jahresbeginn sammelten Freunde des Gitarristen Geld im Internet ein, um Lindleys Arztrechnungen begleichen zu können. Das Fund-Raising, organisiert von Lindleys einstigem Schüler und Freund Douglas Reynolds, geht nun auch zur Unterstützung seiner Witwe Joanie weiter. Text Ralf Deckert

Weiterführender Links
David Lindley
„David Lindley Medical Fundraiser“



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07.03.2023

Nachruf auf Gary Rossington: Ewig stolzer Südstaatenmann

Der Gitarrist Gary Rossington war das letzte Originalmitglied von "Lynyrd Skynyrd". Am Sonntag ist er gestorben.



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31.01.2023

Tom Verlaine, guitarist and singer of influential rock band Television, dies at 73

Verlaine was known for his jagged guitar playing style involving heavy vibrato and distortion and off-kilter lyrics.

The founding father of American punk and a fixture in the 1970s New York rock scene died Saturday as the result of a brief illness.

(Image credit: Gus Stewart/Redferns)



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20.01.2023

Zum Tod des legendären David Crosby: Ja, er konnte

Es gibt tausend köstliche Anekdoten über David Crosby. Eine geht so: Zu Beginn der 90er-Jahre, als er seine Karriere wieder in Schwung gebracht hatte, schlurfte er über die Treppen eines feinen Hamburger Hotels an der Alster. Im Restaurant des Hauses wollte er ein Interview geben. Er trug Turnschuhe, sein Jeanshemd hing über der Hose, wie immer war er unfrisiert. Ein Concierge eilte auf Crosby zu und wollte ihn aus dem Hotel weisen. Crosby war nicht überrascht, er hatte schon alles erlebt. Jemand sagte: „Dieser Mann ist DAVID CROSBY, er wohnt hier.“

Das Gesicht schon des jungen Mannes – das schüttere Haar, der Walross-Schnauz – sah aus wie für Mount Rushmore gemacht. Am 14. August 1941 wurde er – als David Van Cortlandt Crosby – in Los Angeles geboren. In den Annalen ist vermerkt, dass Crosby „rebellisch“, „verwöhnt“ und „mit dem Gesetz in Konflikt gekommen“ sei. Beste Voraussetzungen, um 1964 mit Roger McGuinn und Gene Clark, die damals gemeinsam in Clubs auftraten, die Byrds zu gründen. Die Band hatte mit Bob Dylans „Mr. Tambourine Man“ (1965) schnell Erfolg – die Byrds waren die amerikanischen Beatles. Sie zerstritten sich, Gene Clark verließ die Gruppe. Beim Monterey Pop Festival 1967 trat Crosby mit Buffalo Springfield (mit Neil Young und Stephen Stills) auf. McGuinn und Chris Hillman warfen ihn aus der Band.

David Crosby, hier noch ohne seinen markanten Bart
David Crosby

David Crosby war es einerlei. Er tat sich mit Stephen Stills zusammen, als Buffalo Springfield sich aufgelöst hatten, und als Dritter kam der Engländer Graham Nash von den Hollies dazu. Gemeinsam nahmen sie „Crosby, Sills & Nash“ auf, das Manifest des Laurel-Canyon-Songwritertums. Vorher hatte Crosby das Debütalbum von Joni Mitchell produziert, mit der eine kurze Liebesaffäre hatte. 1970 trat Neil Young dem Trio bei, die Supergruppe war nun die Supersupergruppe, und sie machten „Deja Vu“, die Superhippieplatte schlechthin. Nach dem Live-Album „Four Way Street“ (1971) trennten sie sich wieder, nicht für immer freilich.

David Crosby nahm nun das Wunderwerk „If I Could Only Remember My Name” auf, ein freies Flottieren in Melodien und Harmoniegesängen, das unverstanden blieb. Aber nicht bei Musikern, die Crosby schon damals als kalifornische Gottheit verehrten. 1974 kamen Crosby, Stills, Nash & Young noch einmal zusammen und brachten „So Far“ heraus. Bei der Tournee reiste man in Privatflugzeugen, nur Young fuhr im Bus. Die Drogen ruinierten alles. Neil Young verabschiedete sich, er hinterließ einen Apfel.

In den 70er-Jahren machte Crosby einige Platten mit Graham Nash, unterbrochen von einem CSN-Album. 1982 kam das Trio wieder zusammen und ging mit „Daylight Again“ auf große Tournee – in Deutschland führten sie 1983 die Sommerfestivals an. 1985 wurde Crosby wegen Rauschgiftbesitzes verhaftet, angeklagt und verurteilt – fast ein Jahr verbrachte er im Gefängnis. Neil Young versprach Crosby, dass er nach gelungenem Entzug eine Platte mit den alten Kameraden produzieren würde. Und so war es: „American Dream“ erschien 1988. Der Bewunderer Phil Collins engagierte ihn für sein Album „But Seriously“: Die Stimme im Hintergrund von „Another Day In Paradise“ ist David Crosbys. Collins produzierte dann das fabelhafte Comeback-Album „Oh Yes, I Can“ (1989).

Crosby ging wieder mit Stills und Nash auf Tournee, wurde 1994 wegen des Besitzes von Drogen und illegaler Waffen noch einmal verhaftet, gründete 1998 Crosby, Pevar, Raymond. Die Nachricht verbreitete sich, dass Crosby der leibliche Vater der beiden Kinder von Melissa Etheridge und Julie Cypher ist. Sie wollten den Besten. 1999 machten CSNY noch ein Album, „Looking Forward“. Nicht mehr so gut. Seit 2014 nahm Crosby wieder sehr entspannte Soloplatten auf, die klingen wie ein Blick aus seinem luxuriösen Blockhaus auf den ewigen Ozean. „For Free“ (2021) blieb seine letzte Platte.

David Crosbys allerschönster Song ist „Almost Cut My Hair”, die reine Poesie jener goldenen Zeit. „I feel like letting my freak flag fly“, überlegt der Erzähler. Muss wohl wegen der Grippe zu Weihnachten sein. Verstärkt die Paranoia – wie beim Blick in den Spiegel einen Polizeiwagen zu sehen.

Er schneidet seine Haare dann doch nicht. „I’m going to get down in that sunny southern weather/ And I’ll find a place inside to laugh.”

David Crosby starb gestern im Alter von 81 Jahren in Los Angeles.

Michael Ochs Archives



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Crosby, Stills & Nash co-founder David Crosby has died at 81

David Crosby, photographed in New York on August 3, 1984.

Crosby was a prominent figure of the free-spirited 1970s Laurel Canyon scene who helped bring folk-rock mainstream with both The Byrds and Crosby, Stills & Nash.

(Image credit: Ebet Roberts/Redferns)



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14.12.2022

Zum Tod von Angelo Badalamenti: "Und du bringst mich einfach in die schöne Dunkelheit"

Sein Werk war ein radikaler Bruch mit den Traditionen: Filmkomponist Angelo Badalamenti schrieb mit der Titelmelodie für David Lynchs Fernsehserie "Twin Peaks" Musikgeschichte. Ein Nachruf.



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„Twin Peaks“-Komponist Angelo Badalamenti ist tot


Angelo Badalamenti, der Komponist von „Twin Peaks“, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Laut eines Berichts der News-Seite „The Hollywood Reporter“, die sich auf Angaben seiner Nichte Frances beruft, sei er am Sonntag (11. Dezember) im Kreise seiner Familie in seinem Haus in New Jersey verstorben. Seine Managerin erklärte zudem, dass Badalamenti eines natürlichen Todes gestorben ist.

Filmemacher David Lynch nutzte seine Kompositionen mehrfach für seine filmischen Werke, darunter auch für „Blue Velvet“ und „Mulholland Drive“. Am bekanntesten ist jedoch wohl das Theme, das Badalamenti für „Twin Peaks“ beisteuerte. Hierfür gewann er 1990 den Grammy in der Kategorie „Best Pop Instrumental Performance“ – noch heute gilt die Komposition als einer der einflussreichsten Soundtracks der Fernsehgeschichte. „Musik und Komponieren – ich fühle mich fast ein wenig schuldig dabei – fallen mir so leicht“, erklärte Angelo Badalamenti 2004 der Zeitung „The Record“. „Es ist, als ob die Quelle nicht versiegen würde.“

Angelo Badalamenti: Für die Musik geboren

Geboren wurde Angelo Badalamenti am 22. März 1937. Bereits im Alter von acht Jahren hatte er mit Klavierunterricht angefangen. Später begleitete er Sänger und andere Künstler in seinen Sommerferien bei einem Ferienjob in den Catskills-Resorts. Nina Simone nahm 1965 einige seiner ersten Songs auf, dazu gehörte auch „I Hold No Grudge“. Drei Jahre später sang Nancy Wilson „Face It, Girl, It’s Over“. Er und Lynch lernten sich kennen, als Badalamenti am Set von „Blue Velvet“ als Gesangslehrer für Isabella Rossellini engagiert wurde.

Lynch beschrieb Badalamentis Werk einst als Musik „von tiefer und kraftvoller Schönheit“. „Ich sitze neben ihm und rede mit ihm, und er spielt, was ich sage“, sagte er in einem Interview mit dem American Film Institute, über die Synchronität, die beide verband. So sei auch „Laura Palmer’s Theme“ für „Twin Peaks“ geschrieben.  Darüber hinaus komponierte Badalamenti auch für „Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors“, „Naked in New York“ „The City of Lost Children“ und „The Wicker Man“.

Angelo Badalamenti hinterlässt seine Frau Lonny, Tochter Danielle sowie vier Enkelkinder. Sein Sohn André starb im Jahr 2012.



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19.11.2021

Fotograf von David Bowie, Lou Reed und Queen: Mick Rock ist tot

Mick Rock (1948-2021)

Foto: Getty Images, Angela Weiss. All rights reserved.

Sein Familienname gab die Stilrichtung vor: ROCK. In diesem Genre gehörte der im November 1948 geborene Londoner Fotograf zu den größten seiner Zunft. Er fotografiere dutzende Plattencover, weltberühmt wurde er mit den Bildern von David Bowie als „Ziggy Stardust“. Damit prägte er das Image einer Pop-Generation. Nun wurde über seinen Twitter-Account ein persönlicher Nachruf veröffentlicht.

„Mit schwersten Herzen teilen wir mit, dass unser geliebter Psychedelia-Renegat Mick Rock eine Jungianische Reise auf die andere Seite gemacht hat“, heißt es dort. „Alle, die das Vergnügen hatten ihn näher zu kennen, wissen, dass Mick immer so viel mehr war als ‚The Man Who Shot The 70s’“.

Poet mit Kamera

Der „Poet mit der Kamera“ schloss nach seinem Literatur-Studium in Cambridge eher durch Zufall zum Fotoapparat. Er schloss Freundschaft mit Syd Barrett in den frühen Tagen von Pink Floyd und auch mit Mick Jaggers jüngerem Bruder Chris. Diese Verbindung bedeutete den Einstieg in den inneren Zirkel von Swinging London. Auf seine ruhige, zurückhaltende Art kam er besonders David Bowie nah wie kaum ein anderer Fotograf und Videoregisseur.

Als der Taschen Verlag 2015 in New York den opulenten Band „The Rise Of David Bowie 1972/73“ mit seinen Bildern veröffentlichte, sagte Rock gegenüber dem Branchenblatt „Billboard“: „David weiß, dass ich ihn und seine Arbeit stets mit Respekt behandle. Das gleiche gilt auch für Lou Reed und andere. Ich präsentiere nicht jedes Bild, das ich geschossen habe. Diskretion ist dabei sehr wichtig.“

Dieses Bild von Mick Rock ist in dem Bildband The Rise of David Bowie, 1972–1973 zu finden

Er sorgte für das Artwork klassischer Albumcover wie „Transformer“ und „Coney Island Baby“ von Lou Reed, „Raw Power“ von Iggy and The Stooges, „Queen II“ und „Sheer Heart Attack“ oder „I Love Rock ‘n’ Roll“ von Joan Jett. Auch im Video-Bereich war er früh unterwegs, so entstanden Clips für Bowie-Songs wie „Space Oddity“ oder „Life On Mars“.

Das epochale Cover von „Sheer Heart Attack“, gestaltet von Mick Rock

Der „Fotograf der Siebziger“, der große Ausstellungen von Stockholm bis Singapur hatte, war aktiv bis hinein in die 2010er-Jahre mit Arbeiten für Snoop Dogg, Daft Punk, Lenny Kravitz, Janelle Monae oder Motley Crue. In dem Nachruf via Twitter wird keine Todesursache benannt. „Er war ein Fabelwesen, das wir so nie wieder erleben werden“, heißt es stattdessen zum Abschied.



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29.09.2021

Dr. Lonnie Smith, Master Of The Hammond Organ, Dies At 79

Dr. Lonnie Smith.

The NEA Jazz Master died Tuesday from pulmonary fibrosis at the age of 79.

(Image credit: Frank De Blase/Blue Note Records)



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25.08.2021

Rolling Stones Drummer Charlie Watts Dies At 80

Charlie Watts performs with the Rolling Stones in 2015.

Watts, famous for his potent beat and unflappable style, featured on all 26 Rolling Stones studio albums and numerous live albums.

(Image credit: Keith Srakocic/AP)



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16.02.2021

Rupert Neve 1926-2021

We are very sad to report the death of Rupert Neve, perhaps the most important and influential designer in recording-studio history.



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12.02.2021

Chick Corea, Jazz Fusion Pioneer, Has Died Of Cancer At 79

Chick Corea, seen here performing in Turin, Italy, in 2018, died Feb. 9.

The wide-ranging keyboardist, composer and bandleader died Feb. 9 of cancer. He was one of the fathers of jazz fusion, with his work spanning from acoustic jazz to his own interpretations of Mozart.

(Image credit: Giorgio Perottino/Getty Images for OGR)



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18.01.2021

Phil Spector, Legendary Record Producer And Convicted Murderer, Has Died At 81

Phil Spector in the studio in an undated photo.

The famous — even infamous — producer, known for his "wall of sound," died Saturday. He produced records for The Ronettes, Ike and Tina Turner as well as The Beatles, among many others.

(Image credit: Michael Ochs Archives/Getty Images)



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14.01.2021

Feature | Tim Bogert (1944-2021) - Basslegende Tim Bogert stirbt mit 76 Jahren


Sein virtuoses Spiel auf dem Fender Precision Bass machte ihn Ende der 1960er-Jahre weltbekannt. Er war einer der ersten Bassisten, der bewusst mit Verzerrung arbeitete und experimentierte in späteren Jahren ausgiebig mit dem Sechssaiter-Bass. Bass-Heroes wie Billy Sheehan führen ihn als eines ihrer wichtigsten Vorbilder an: Basslegende Tim Bogert, bekannt durch seine Arbeit mit Bands wie Vanilla Fudge, Cactus oder Beck, Bogert & Appice, erlag im Alter von 76 Jahren einem langen Krebsleiden.

Die traurige Nachricht vom Ableben Tim Bogerts wurde in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 2021 über Tims Facebook-Seite bekanntgegeben. Ihr knapper Wortlaut: " Tim died today after a long battle with cancer."

Der gebürtige New Yorker bekam bereits im Alter von acht Jahren Klavierunterricht, spielte aber auch Saxofon in seiner ersten Band The Belltones. Aus dieser Gruppe entwickelte sich die Band The Chessmen, bei der Tim Bogert zum Bass griff.

Während einer Tournee mit einem anderen Projekt lernte Tim Bogert Mark Stein kennen - eine schicksalshafte Begegnung, die schließlich zur Gründung von Vanilla Fudge führen sollte. Schon die erste Single, "You Keep Me Hanging On", sollte 1967 ein Hit werden! Fünf Alben entstanden in der Zeit zwischen 1967 und 1969, die Band sollte sich allerdings mehrmals reformieren, unter anderem 1983 noch später im Jahr 1999 reformieren.



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14.12.2020

Zum Tod von Charley Pride: Der Pionier

Country-Star Charley Pride gestorben

"Ich möcht' so gern Dave Dudley hör'n
Hank Snow und Charlie Pride" (Truck Stop)

Charley Pride war der erste schwarze Country-Star - und einer der erfolgreichsten. Mit 86 Jahren ist er an Covid-19 gestorben.



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24.11.2020

Schauspieler Karl Dall ist tot: Kreuzberger Komik


Er entrümpelte den gern zu Biederkeit neigenden deutschen Humor. Der Komiker und Schauspieler Karl Dall ist im Alter von 79 Jahren gestorben.

Portrait von Karl Dall

Der Kultkomiker Karl Dall ist im Alter von 79 Jahren gestorben Foto: Jörg Carstensen/dpa

Ostfriesenwitze sind eine bestenfalls durchwachsene Kategorie des Humors hierzulande. Einmal ganz davon abgesehen, dass sie heute politisch ohnehin nicht mehr durchgehen, wird doch eine Bevölkerunsgruppe darin systematisch diskriminiert. Witze von Ostfriesen hingegen konnten sich besser durchsetzen. Denn unter den prägendsten deutschen Komikern finden sich einige von der Waterkant. Neben Otto Waalkes war das vor allem Karl Dall.

Im Jahr 1941 wie sein Kollege Waalkes in Emden geboren, machte Karl Dall sich zunächst mit der 1967 von ihm mitgegründeten Komikertruppe Insterburg & Co. einen Namen. Dall war inzwischen von Ostfriesland nach Westberlin gezogen und entrümpelte von dort aus mit seinen Mitstreitern den gern zu Biederkeit neigenden hiesigen Humor, fast ein Jahrzehnt, bevor Loriot in seiner Fernsehserie deutsche Befindlichkeiten mitsamt ihren stocksteifen Konventionen nachhaltig vorzuführen begann.

Wo Loriot den Bruch mit den Regeln des Alltags von innen heraus vorbereitete, warf Dall sie kurzerhand aus dem Fenster. Ein Beispiel: Während in Loriots Klassiker „Weihnachten bei Hoppenstedts“ eine der alles entscheidenden Fragen die Abfolge der einzelnen Programmpunkte des Fests der Liebe ist, heißt es bei Karl Dall zum Thema bloß lakonisch: „Im Herzen wird es warm / durch die Weihnachtsgans im Darm.“

Nach der Auflösung von Insterburg & Co. hatte Karl Dall unter anderem seine Fernsehshow „Dall-As“, später folgte die „Karl-Dall-Show“. Einen seiner schönsten Auftritte ermöglichte ihm aber der Regisseur Ulrich Schamoni in der mit Insterburg & Co. entstandenen Komödie „Quartett im Bett“ von 1968. Er reitet darin auf einem Pferd durch Kreuzberger Mauerstreifengebiet. Am Montag ist Karl Dall, dessen Markenzeichen zeitlebens sein hängendes Augenlid war, im Alter von 79 Jahren in Hamburg gestorben.



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Schauspielerin Helga Feddersen: Spaß und Sinn


Vor 30 Jahren starb Helga Feddersen. Wer sich ihrem Werk heute nähert, kann eine grandiose realistische Künstlerin entdecken.

Helga Feddersen

Helga ­Feddersen in Hamburg, 1979 Foto: Roba/MaxxSchweigmann/imago

Wie kann dieser Text hier begonnen werden? Wie kann an eine Frau erinnert, wie sie gewürdigt werden, die über viele Jahre im deutschen Fernsehen sehr präsent war? Über deren Prunkstück, das von ihr geschriebene Fernsehspiel „Vier Stunden von Elbe 1“, Sven Regener von Element of Crime 1991 ein Lied mitgeschrieben hat, wenige Monate nach ihrem Tod vor 30 Jahren, ein Stück Ultrawehmut. Von dem Regener beteuert, es handele sich nicht um Grabpflege für die Frau, der er denn doch einen Nachruf mitgegeben hat, der fast für die Ewigkeit taugt: „Drüben am Horizont verschwindet eine Landschaft / Ein Schnitt in die Brust ist der Abschied, / doch diesmal fällt er aus / Ich will mehr für dich sein als eine Schleusenbekanntschaft.“

...


Am 24. November 1990 starb Helga Feddersen an den Folgen einer Krebserkrankung, im Alter von eben gerade 60 Jahren.



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02.11.2020

Sean Connery: Der Mann, der König war

Ein Asteroid wurde nach ihm benannt, er gewann einen Oscar und die Goldene Himbeere, und er wurde zum Ritter geschlagen. Aber als die größte Auszeichnung seines Lebens empfand Sean Connery die „Freedom of the City“-Medaille der Stadt Edinburgh, mit der 1991 geehrt wurde. Unter all den Ehrungen ist auch die Kür zum „Sexiest Man Alive“, die ihm 1989 zuteil wurde, als er 59 Jahre alt war. Er wusste schon in den 60er-Jahren, dass er für immer James Bond sein würde, und verbrachte den Rest seiner Karriere damit, nicht mehr James Bond zu sein. Nach den ersten fünf Filmen kehrte er noch zweimal zurück: für „Diamantenfieber“ (1971) und „Sag niemals nie“ (1983). Die Millionengage für „Diamantenfieber“ investierte er in eine Stiftung zur Förderungen schottischer Talente.

Griechischer Athlet und römischer Krieger

Sean Connery

Sean Connery, am 25. August 1930 in Edinburgh geboren, war ein kauziger Mann von bescheidener Herkunft. Sein Vater Joseph war ein Fernfahrer, seine Mutter Euphemia verdiente als Reinigungskraft Geld hinzu. Der junge Sean erdingte sich früh als Milchmann und meldete sich mit 16 Jahren zur Armee, wo er nach zwei Jahren entlassen wurde – ein Zwölffingerdarmgeschwür sei der Grund gewesen, heißt es in der Vita. Fortan arbeitete er als Kutscher und Baggerfahrer, lernte das Möbelpolieren und spezialisierte sich auf Särge und begann mit Gewichtheben. So qualifizierte er sich als Aktmodell am Edinburgh College of Art, wo er naturgemäß als griechischer Athlet und römischer Krieger posierte. 1950 wurde er schottischer Meister im Bodybuilding und belegte den dritten Rang beim „Mister Universum“-Wettbewerb.

Sein blendendes Aussehen brachten ihm nach einem Auftritt im Chor einer Inszenierung des Musicals „South Pacific“ (1954) kleine Engagements beim Theater, im Fernsehen und im Kino. In dem Hollywoodfilm „Another Time, Another Place“ (1958) spielte er neben Lana Turner erstmals eine größere Rolle, drehte danach aber weiterhin britische Filme von der Stange. In „Der jüngste Tag“ (1962), Darryl Zanucks Panorama der Invasion der Alliierten in der Normandie, ist er natürlich ein schottischer Offizier.

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Als Albert R. Broccoli und Harry Saltzman für „James Bond jagt Dr. No“ den Hauptdarsteller suchten, waren Cary Grant, David Niven, Patrick MacGoohan und Roger Moore im Gespräch. Grant und Niven waren zu alt für die Rolle und außerdem nicht interessiert an dem Part in einem kleinen britischen Agententhriller, der für eine Million Dollar inszeniert wurde. MacGoohan und Moore entsprachen allzu sehr dem britischen Snob für diesen Abenteuerfilm. Ian Fleming wiederum, der Autor der Bond-Romane, war unzufrieden mit der Wahl von Sean Connery, der so gar nicht seiner Vorstellung vom gebildeten, weltgewandten Meisterspion (also von sich selbst) entsprach. Der Regisseur Terence Young arbeitete mit Connery, der stets mit schwerzüngigem schottischen Akzent sprach, an den Manierismen und dem selbstironischen Machismo der Figur.  Der fabelhafte Erfolg von „Dr. No“ und die sensationellen Einspielergebnisse von „Liebesgrüße aus Moskau“ (1963) und „Goldfinger“ (1964) ließen keinen anderen Schauspieler mehr zu.

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Alfred Hitchcock besetzte Connery in seinem Thriller „Marnie“ (1964) – eine Entscheidung, über die er später unglücklich war, wie er bald darauf im Gespräch mit Francois Truffaut äußerte. Tippi Hedren spielt eine psychotische Kleptomanin, die von einem reichen Geschäftsmann geheiratet wird, der sie sexuell erpresst. Für dieses Motiv, von Hitchcock obsessiv und handwerklich schlampig inszeniert, war Connery freilich die falsche Besetzung – aber auch hier wären Cary Grant und David Niven kaum geeigneter gewesen.

„Goldfinger“-Bond Sean Connery wurde zum besten James Bond aller Zeiten gewählt

Nach „Feuerball“ (1965) und „Man lebt nur zweimal“ (1967) gab Connery seinen Abschied von den Bond-Filmen bekannt, unzufrieden mit seiner Gage bei stetig wachsenden Budgets (bei „Man lebt nur zweimal“ waren es 9,5 Millionen Dollar). Später verklagte er die notorisch verschlagenen Produzenten – die Rückkehr in „Sag niemals nie“ (1983) in derselben Rolle, aber bei anderen Produzenten wurde auch als Racheakt verstanden. „Sag niemals nie“ kam zur selben Zeit wie Roger Moores „Octopussy“ in die Kinos und war beinahe ebenso profitabel: 160 gegenüber 187 Millionen Dollar.

Ende der 60er-Jahre traf Connery verschrobene künstlerische Entscheidungen: Er spielt in dem Western „Shalako“ (1968), gab Roald Amundsen in dem surrealistischen russischen Nordpol-Film „Das rote Zelt“ (1969), war ein Bergarbeiter in Martin Ritts „The Molly Maguires“ (1970) und spielte in zwei verquasten Filmen von Sidney Lumet, „The Anderson Tapes“ (1971) und „The Offence“ (1973), in dem er gegen sein Image mit Schnauzbart und ohne Toupet einen traumatiserten Polizisten darstellt, der auf einen Kinderschänder  einschlägt. Dazwischen lag „Diamantenfieber“: Jetzt bekam Connery eine Gage von einer Million Dollar.

Kurgan (li., Clancy Brown) im Kampf gegen Ramirez (Sean Connery)

Fortan verwandelte sich Connery, Mitte 40, lustvoll in eine ältere Gestalt. Bei „The Wind and The Lion“ von John Milius, „The Man Who Would Be King“ (1975) und „Robin and Marian“ (1976) von Richard Lester arbeitete er mit großen Regisseuren an seltsamen Historien- und Abenteuerfilmen, die größtmögliche Entfernung von James Bond und dem Kino jener Zeit. Die Filme waren Fehlschläge. In Nebenrollen huschte Connery durch „Mord im Orient-Express“ (1974), noch einmal Sidney Lumet, und dem Weltkriegsspektakel „Die Brücke von Arnheim“ (1977), hier wieder als schottischer Soldat. Bei „Meteor“ und „Explosion in Cuba“, beide 1979, hatte ihn sein Urteilsvermögen verlassen. Aber Connery rettet sich mit einer großartigen Darstellung in Peter Hyams‘ „Outland“ (1981), einem „Zwölf Uhr mittags“ im Weltraum.

Endlich der Oscar

Nach „Sag niemals nie“ erfand er den späten Sean Connery als weltweisen Kauz und Ermemiten: „Camelot“ (1984), „Highlander“ (1985), „Der Name der Rose“ (1986). Er trug jetzt Filme in Nebenrollen. Für seine Darstellung in Brian De Palmas „The Untouchables“ (1987) bekam er endlich den Oscar – als bester Nebendarsteller. Alle waren erleichtert. Danach wurde er von der Academy nicht mehr belästigt.

In Steven Spielbergs „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989) spiele er den Vater von Harrison Ford, die Apotheose des zerstreuten Kauztums. Ford liebte ihn. Bei „Family Business“ (1989) kehrte Connery noch einmal, an der Seite von Dustin Hoffman, zu Sidney Lumet zurück. Seine allergrößte Darstellung ist vielleicht der Schriftgelehrte als Spion in Fred Schepisis „Das Russland-Haus“ (1990): Im Kamelhaarmantel stapft er zwischen den Geheimdiensten zerzaust durchs verschneite St. Petersburg, verliebt sich in Michelle Pfeiffer und kennt nur eine Loyalität: „Du bist jetzt mein Land.“ Bei  „Jagd auf Roter Oktober“ (1990) glaubt man dem Schotten sogar den russischen Kapitän.

1992 gründete Sean Connery eine kurzlebige Produktionsgesellschaft, spielte mit wechselndem Glück in halb guten Filmen, war in „The Rock“ (1996) noch einmal der Fels und in „Entrapment“ (1999) neben Catherine Zeta-Jones noch einmal der Liebhaber, nun beinahe 70 Jahre alt. In „Finding Forrester“ (2000) spielte er einen Schriftsteller, der verlorenging. Nach dem verheerenden „The League Of Extraordinary Gentlemen“ (2003) kehrte Sean Connery nie mehr zum Film zurück. Sprecher war er noch manchmal.

Sean Connery bei den US Open 2015

Connery spielte Golf, lebte mit seiner zweiten Frau Micheline, einer Malerin, in Andalusien und auf den Bahamas und schrieb seine Autobiografie, die 2008 erschien. Sie heißt, natürlich, „Being A Scot“. Harrison Ford, Steven Spielberg und George Lucas wollten ihn für den vierten „Indiana Jones“-Film engagieren – aber im vierten ist er nur noch Erinnerung.

Vor zwei Monaten feierten wir Sean Connery zu seinem 90. Geburtstag. Gestern starb der berühmteste aller Schotten und der berühmteste aller James Bonds in Nassau auf den Bahamas. Friedlich im Schlaf, sagt sein Sohn Jason.

Hulton Archive Getty Images

Michael Ochs Archives Getty Images

Clive Brunskill Getty Images



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07.10.2020

Rockmusik: Eddie Van Halen mit 65 Jahren gestorben

FILE: Musician Eddie Van Halen Dies At 65

Der Musiker und Gitarrist ist den Folgen einer Krebserkrankung erlegen. Das hat sein Sohn bei Twitter bekannt gegeben.



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